Luxemburg als "Circular Business Hub" Luxemburg als Drehscheibe für Geschäftsmodelle der Kreislaufwirtschaft

Während weitere Länder die Notwendigkeit des Übergangs zur Kreislaufwirtschaft erkennen, hat sich Luxemburg bereits international als Zentrum der Kreislaufwirtschaft positioniert und seine Sichtbarkeit in den letzten fünf Jahren durch eine Reihe von Initiativen erhöht. Das gemeinsame Ziel besteht darin, das Profil der luxemburgischen Unternehmen im Bereich der Kreislaufwirtschaft zu schärfen, die für die Beschleunigung der Kreislaufwirtschaft erforderlichen Investitionen und Technologien anzuziehen und die internationale Zusammenarbeit zu fördern.

Dank seiner guten sozialen, institutionellen und wirtschaftlichen Vernetzung sowie seines leistungsstarken ICT und Finanzsektors ist Luxemburg ein vielversprechendes Testumfeld für neue Geschäftsmodelle der Kreislaufwirtschaft.

Durch das Unterstützen neuer Geschäftsaktivitäten, durch Förderung des Kreislaufkonzepts auch jenseits unserer Grenzen und durch die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren kann sich Luxemburg als Exzellenzzentrum in dieser neuen Wirtschaft etablieren.

Die folgenden Beispiele veranschaulichen das Potenzial des Circular Hub Luxembourg, weitere Beispiele finden Sie demnächst im Abschnitt Aktionen und Projekte.

Für weitere Informationen über Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten zur Kreislaufwirtschaft in Luxemburg besuchen Sie bitte die Luxembourg Trade & Invest Kontaktstelle.

Unterstützung für Unternehmen

Wie bei jedem Geschäftszentrum ist die öffentliche Unterstützung der Unternehmen ein wesentliches Merkmal, um die Entwicklung von innovativen Clustern zu fördern. Gemeinsam suchen die luxemburgischen Ministerien für Wirtschaft und Finanzen nach Möglichkeiten, ein Geschäftsumfeld zu schaffen, welches Unternehmen mit Produkten und Dienstleistungen der Kreislaufwirtschaft zum Erfolg verhilft.

Die Regierung hat ebenfalls eine Erhöhung der Subventionen für Unternehmen eingeführt, die an dem staatlichen Covid-19-Programm zur Erholung der Wirtschaft teilnehmen. Zusätzlich zu der 30-prozentigen Subvention für ein förderungsfähiges Unternehmensentwicklungsprojekt ist eine weitere 20-prozentige Subvention möglich, wenn das Projekt zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft im Großherzogtum beiträgt.

Normierung

Für den Industriesektor hilft Luxemburg bei der Entwicklung von Normen für die Kreislaufwirtschaft, indem es das Product Circularity Data Sheet (PCDS) erstellt. Das PCDS ist ein Vorlage für die Bereitstellung zuverlässiger Daten zu den Kreislaufeigenschaften eines Produkts . Die 2019 gestartete Initiative wird von mehr als 50 Unternehmen aus 12 europäischen Ländern unterstützt und soll den Grundstein für eine zukünftign internationale Norm legen und Luxemburg auf globaler Ebene zum Synonym für die Kreislaufwirtschaft machen.

Verschiedene luxemburgische Ministerien sind an der Erarbeitung von Leitlinien für die Kreislaufwirtschaft beteiligt und schaffen so günstige Rahmenbedingungen für Unternehmen. 

Wissen fördern

Eine weitere Strategie zur Positionierung des Großherzogtums als Zentrum für Nachhaltigkeit sind Veranstaltungen für ein internationales Publikum. Während der luxemburgischen EU-Ratspräsidentschaft veranstaltete das Land 2015 eine Konferenz zum Thema "Finanzierung der Kreislaufwirtschaft" und veröffentlichte gleichzeitig eine Studie zu diesem Thema, der in Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank erstellt wurde. Zwei Jahre später veranstaltete Luxemburg eine dreitägige "Circular Economy Hot Spot"-Tour, auf der den rund 200 Delegierten aus der ganzen Welt Pilotprojekte vorstellt wurden. In den Jahren 2018 und 2019 war die Kreislaufwirtschaft das Hauptthema bei Staatsvisiten der Niederlande und Belgiens.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Anlässe wie diese zeigen, wie wichtig der Dialog mit unseren wichtigsten Partnern ist. Seit 2016 fördert Luxemburg diesen auch auf regionaler Ebene durch eine Initiative, die Unternehmen, Universitäten und staatliche Stellen in der Großregion zusammenbringt. Die Greater Green-Initiative soll Unternehmen der Umwelttechnologiebranche unterstützen und wird durch das Interreg-Programm der EU kofinanziert.

Greater Green deckt unter anderem die Bereiche Kreislaufwirtschaft und Recycling ab und soll KMUs in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Lothringen, Wallonien und Luxemburg dabei helfen, neue Produkte zu entwickeln und neue Märkte zu erschließen. Allen Projekten gemeinsam ist der Fokus auf Innovation und grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Darüber hinaus möchte Luxemburg die Zusammenarbeit zwischen Bürgern, grenzüberschreitenden Gemeinden und politischen Entscheidungsträgern fördern, um gemeinsame Lösungen für die Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft zu entwickeln.

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