Nachhaltige Entwicklung Die Kreislaufwirtschaft = ein wichtiges Instrument zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele

Die Kreislaufwirtschaft wird von Politikern, Wissenschaftlern und Umweltgruppen in aller Welt unterstützt. Sowohl für die Europäische Union wie auch für die Vereinten Nationen ist die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft von zentraler Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung. Diese Pläne stehen auch oben auf der Agenda der Luxemburger Regierung. Eine umfassende Strategie zur Kreislaufwirtschaft wurde ausgearbeitet und wird umgesetzt mittels zahlreicher Aktionen und Projekte.

Die EU-Kommission sieht ihren neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft als Eckstein des europäischen Grünen Deal, der die neue Agenda Europas für nachhaltiges Wachstum beschreibt. Laut Schätzungen des 2020 veröffentlichten Plans könnten die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft bis 2030 insgesamt 700'000 neue Arbeitsplätze schaffen und zugleich der EU helfen, ihr Ziel der CO2-Neutralität bis 2050 zu erreichen.

Starke internationale Unterstützung

Untermauert wird der Plan durch die deutliche Bereitschaft der europäischen Kommission, einen starken gesetzlichen Rahmen zu schaffen. Das ist ein guter Indikator dafür, wie entschlossen die EU das Thema angeht. Die Ökodesign-Richtlinie der EU, die aktuell die Energieeffizienz von Produkten wie Haushaltsgeräten regelt, ist nur ein Beispiel dafür, dass die Kommission auf die Gesetzgebung zurückgreift, um den Wandel voranzutreiben. Ein erster Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft mit 54 Maßnahmen wurde 2015 aufgelegt und 2020 im Rahmen des Grünen Deal der EU überarbeitet. Der Entwurf einer Verordnung zu Batterien weist z. B. deutlich in Richtung einer Kreislaufwirtschaft. Dieses Ziel wurde bereits mit den EU Direktiven des Kreislaufwirtschaftpakets definiert, deren Umsetzung in Luxemburg durch die „Null Offall“ Strategie (‘Null Abfall’) begleitet wird.

Der EU-Ansatz ist Teil eines breiteren Handlungsplans, zu dem die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen gehören. Viele dieser Ziele sind mit denen der Kreislaufwirtschaft identisch, insbesondere im Hinblick auf die Nutzung natürlicher Ressourcen, den Kampf gegen den Klimawandel und die Förderung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums. Eine wichtige Rolle für die bessere Bewirtschaftung unserer Ressourcen wird die kreislaufgerechte Gestaltung der Ströme und Lager ("flows and stocks") von Materialien, Komponenten und Produkten spielen. 2015 wurden die Ziele von allen UN-Mitgliedern einschließlich Luxemburg vereinbart. Die Regierung hat ihren Plan für nachhaltige Entwicklung angenommen und bemüht sich, diese Ziele in Luxemburg wie vorgesehen bis 2030 zu erreichen. Dazu arbeitet sie eng mit dem privaten Sektor und mit der Zivilgesellschaft zusammen.

Leitlinien für die Agenda 2030

Die derzeitige Kreislaufwirtschaft-Strategie stützt sich auf frühere Bemühungen des Großherzogtums zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele und wird helfen, die nächste Stufe zu erreichen. In einem ersten Schritt definierte der nationale Nachhaltigkeitsrat (CSDD) Grundprinzipien für eine Kreislaufwirtschaft in Luxemburg, die im Einklang mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung stehen. Die sieben Grundsätze lauten:

  1. einen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Wert schaffen;
  2. systematisch und ganzheitlich denken;
  3. den biologischen und technologischen Zyklus beachten;
  4. zu Gesundheit und Wohlergehen beitragen;
  5. regenerativ und restaurativ handeln;
  6. der Artenvielfalt Priorität geben;
  7. lokal und solidarisch handeln.

Luxemburg ist entschlossen, seine ehrgeizigen Ziele für eine Kreislaufwirtschaft erfolgreich umzusetzen. Unser Engagement spiegelt die wachsende Dynamik dieses Wirtschaftsmodells in und außerhalb der EU wider. Unsere stark vernetzte Wirtschaft und die guten Verbindungen in die Großregion machen unser Land zu einem idealen Ort für die Kreislaufwirtschaft. Die Regierung ist bereit, ihren Beitrag zu leisten.

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